Interaktiver BW-Unterricht in der Industrie-HAK

Ein gewöhnliches Referat über die Rechtsformen von Unternehmen entpuppte sich letzten Donnerstag in der Klasse 2E zum Schlager.

Kevin Butzenbacher, ein überaus begeisterter und derart IT-interessierter Schüler, überraschte mich und all seine KlassenkollegInnen mit einem Referat der besonderen Art. Durch den Einsatz der interaktiven Präsentationssoftware Mentimeter wurden auch jene SchülerInnen ins Unterrichtsgeschehen einbezogen, die sonst häufig ruhig und unbeteiligt am Unterrichtsgeschehen teilnehmen. Mit Hilfe von Mentimeter kann das Wissen der SchülerInnen auf eine neue Art getestet werden und ein oft langweiliger Vortrag durch eine interaktive Präsentation ersetzt werden.

So hat Kevin während der Power-Point-Präsentation über die Kommanditgesellschaft zwischendurch immer wieder Fragen oder Abstimmungen eingespielt und die SchülerInnen der 2E konnten direkt über den Laptop abstimmen. Diese Abstimmungen sind auch über das Handy möglich, jedoch liegt in den Industrie-HAK Klassen der Vorteil darin, dass jeder Schüler/jede Schülerin dank der Patenfirmen über einen eigenen Laptop verfügt.

Am Ende des Referats wurde noch ein Quiz mit musikalischer Untermalung eingespielt. Die SchülerInnen der 2E waren so motiviert und haben begeistert gevotet, denn Kevin hat den einen der beiden Modi für Quizfragen gewählt, bei dem schnelleres Antworten mehr Punkte bringt. Es werden Ranglisten erstellt, sogenannte Leaderboards. Diese zeigen die 10 besten TeilnehmerInnen zwischen den Fragen, um die Wettbewerbsfähigkeit weiter zu fördern. Das letzte Leaderboard des Quiz-Wettbewerbs verrät den Gesamtsieger, in unserem Fall war es Nico Adlassnig, der am schnellsten und vor allem richtig abgestimmt hat.

Aber der eindeutige Sieger dieser Challenge ist und bleibt die Kommanditgesellschaft. Die Klasse 2E ist einstimmig zu dem Schluss gekommen, dass sie sich von allen bereits vorgetragenen Rechtsformen die Fakten der Kommanditgesellschaft am besten gemerkt hat – noch dazu hat es großen Spaß gemacht.

Mag. Margot Gursch

Hier bekommen Sie einen kleinen Einblick in das Referat: Link zu unserer Facebook-Seite

Zurückgekehrt aus dem Karenzurlaub – Mag. Nina Adler

Meine Name ist Mag. Nina Adler und ich unterrichte seit 2008 Englisch und Italienisch an der HAK Althofen.

Ho deciso di studiare l’italiano perché amo il paese, la gente, la cucina e la mentalità italiana.

Furthermore, I chose English as one of my subjects due to the fact that it is a world language and being able to speak a proper English has always been one of my main goals.

In jungen Jahren konnte ich meine Erfahrungen, sowohl in sprachlicher als auch in persönlicher Hinsicht, in diversen renommierten Hotelleriebetrieben oder während diverser Auslandsaufenthalte und -praktika, unter anderem im Europäischen Parlament in Brüssel, sammeln. Heute lassen mich meine 3 Kinder im Alter von 2 bis 7 Jahren neue Erfahrungen sammeln, die nicht unwesentlich für meinen Lehrberuf sind. Ein Schulkind zu haben, lässt mich meinen Beruf nun auch noch aus einer anderen Perspektive erleben.

Meinen Schülern möchte ich neben den sprachlichen und fachlichen Kompetenzen vor allem vermitteln, dass sie versuchen, selbständig zu denken und ihren eigenen Weg zu finden, denn „Wer gegen den Strom schwimmt, gelangt zur Quelle, nur tote Fische schwimmen mit dem Strom!“ (Zen-Ausspruch).

In dem Sinne freue ich mich, nach meiner Karenz wieder meiner beruflichen Leidenschaft, dem Unterrichten, nachzugehen.

Umweltmanagement in der Praxis

Die 3E konnte im Rahmen des Unterrichts in „Organisations- und Produktionsmanagement“ den Qualitätsmanager Peter Zeiner sowie den Umweltbeauftragten Daniel Mosinzer von der Treibacher Industrie AG begrüßen. Die beiden Experten erklärten den Schüler/innen, wie wichtig Umweltschutz für ihr Unternehmen ist, wie diesbezüglich bei der Treibacher vorgegangen wird und wie eine Zertifizierung abläuft.

Ein Drittel der Innovationsausgaben der TIAG fließt in den Umweltschutz. Jede/r einzelne Mitarbeiter/in ist für die Einhaltung und ständige Verbesserung der Maßnahmen mitverantwortlich. Ein gutes Einvernehmen mit den Anrainern ist dem Unternehmen sehr wichtig.

Die Analytik ist ein wesentlicher Bestandteil des Umweltmanagements: Emissionen, Immissionen, Grundwasser und Boden sowie die Gurk werden laufend und umfassend analysiert. Gefilterte Schadstoffe werden zu neuen Rohstoffen verarbeitet, um den CO2-Verbrauch zu senken. Derzeit plant die Treibacher Industrie AG, eine neue Recyclinganlage für Katalysatoren aus der Erdölindustrie um rund 90 Millionen Euro zu errichten.

Zu den Umweltzielen zählen die Effizienzsteigerung im Energie- und Ressourcenverbrauch, die Sicherung der Umweltstandards, die Verbesserung der Situation bei diffusen Stäuben und die Verbesserung des Umweltbewusstseins bei allen Stakeholdern.

Seit 1995 ist das Unternehmen nach ISO 9001 zertifiziert. Weiters bestätigen das Umweltmana­gementzertifikat ISO 14001 und weitere branchenspezifische Zertifikate die Bemühungen und die Effizienz der Treibacher in diesem Bereich. Jedes Jahr werden diverse Audits durchgeführt. Seit 5 Jahren wurden keinerlei Mängel bei Umweltinspektionen mehr festgestellt.

Wir danken Herrn Zeiner und Herrn Mosinzer sehr herzlich für die interessanten Ausführungen und freuen uns auf weitere fachkundige Inputs aus der Praxis.

Mag. Angelika Granitzer

Genlabor in den 5. Jahrgängen

Am 8.Oktober 2020 durften wir, die 5. Jahrgänge, am Genlabor teilnehmen. Wir waren sehr gespannt, was uns erwarten wird und welches Gen wir untersuchen dürfen.

Herr Prof. Reinhard Nestelbacher führte mit uns die Untersuchung unserer Gene durch. Zur Auswahl standen: Ausdauer oder Kraft, prosozial oder klassisch sozial, Tendenz zur frühzeitigen Glatzenbildung und die Abstammung asiatischer Herkunft. Der NAWI-Saal verwandelte sich in ein Labor, denn der Uniprofessor stattete uns mit allen Utensilien aus, die man für die eigene Genuntersuchung braucht.

Zu Beginn erklärte der Vortragende uns den Tagesablauf und gespannt starteten wir in das Vormittagsprogramm. Am Vormittag waren wir damit beschäftigt, unsere DNA mittels der Mundschleimhaut zu analysieren. Dafür mussten wir aber ganz vorsichtig arbeiten und noch einige Vorarbeiten tätigen, um ein Ergebnis zu erhalten. Während des Vortrages verknüpfte Herr Prof. Nestelbacher immer wieder Theorie mit Praxis und gestaltete so den Workshop sehr informativ, aber auch gleichzeitig aufregend. Am Nachmittag durften wir uns ein Gen aussuchen, welches wir analysieren wollten. Voller Begeisterung machten wir die letzten Schritte und bekamen erst zum Schluss unser Ergebnis, welches für manche sehr verwunderlich war.

Im Großen und Ganzen lernten wir nicht nur etwas über die Genetik, sondern auch über uns selbst. Wir bedanken uns für die Organisation und für die einwandfreie Durchführung des Workshops.

Petra Mostögel und Felix Schöffmann, 5AC

Die neue Schülervertretung steht…

Nach der am 9.10.2020 durchgeführten Stichwahl und einem eindeutigen Ergebnis setzt sich die diesjährige Schülervertretung wie folgt zusammen:

Schulsprecher und 1. SGA- Mitglied: Raphael Proprentner

Schulsprecherstellvertreter und 2. SGA- Mitglied: Alexander Kerhe

Schulsprecherstellvertreterin und 3. SGA- Mitglied: Helena Autischer

1. SGA- Ersatzmitglied: Florian Napetschnig

2. SGA- Ersatzmitglied: Nikolaus Russling

3. SGA- Ersatzmitglied: Sandro Sternat

Ich bedanke mich bei allen, die zur Organisation und Durchführung maßgeblich beigetragen haben, insbesondere bei Frau Prof. Pia Obermair und der vorjährigen Schülervertetung.

Den neu Gewählten wünsche ich ein erfolgreiches Wirken zum Wohle unserer Schulgemeinschaft.

Prof. Waltraud Bergmann

Ein Neuzugang im Kollegium stellt sich vor – Dr. Birgit Oberer

Wirtschaft und Informatik sind jene Bereiche, die mich prägten und stets bewegen.

Bereits während meines Studiums legte ich meine Schwerpunkte in die Bereiche Produktion, Logistik und Umweltmanagement sowie Angewandte Informatik. Ich schrieb eine Diplomarbeit zum Thema Electronic Government zu einem Zeitpunkt, als dieser Begriff bei uns noch weitgehend unbekannt war und erst Pioniere wie Australien eGovernment planten und lebten. Meine Doktorarbeit verfasste ich im Bereich Mobile Business.

Als ich während des Studiums den Plan schmiedete, für eine internationale Konferenz aus meiner Diplomarbeit heraus ein Paper zu verfassen, dieses angenommen wurde und ich in der Folge eingeladen wurde, basierend auf meiner Diplomarbeit ein Buchkapitel in einem amerikanischen Lehrbuch zu verfassen, begann mein Interesse an der „weiten Welt“.

Nachdem ich an der FH Joanneum am Studiengang Industriewirtschaft tätig war, zog es mich nach Wien, wo ich 9 Jahre bei der UPC Telekabel als Prozessmanagerin mit meinem Team aus Deutschland, den Niederlanden und Spanien arbeitete. Den Wunsch zu unterrichten konnte ich mir erfüllen, indem ich damals nebenbei an der FH Wiener Neustadt am Studiengang Logistik sowie im Fachbereich Betriebsorganisation und Wirtschaftsinformatik unterrichtete.

Als der Wunsch zu unterrichten stärker wurde als jener, weiterhin in einem internationalen Unternehmen tätig zu sein, um an Großprojekten zu arbeiten, beschloss ich das Angebot, an einer deutschsprachigen Universität im Ausland eine Abteilung für Wirtschaftsinformatik aufzubauen, anzunehmen.

Es folgten 16 Jahre Unterrichten und Forschen an Schulen und Universitäten im Ausland, u.a. in den USA, mehrere Arbeiten, die als Bücher veröffentlicht wurden, und Praxisprojekte im Bildungsbereich, in der öffentlichen Verwaltung und Unternehmen. Praxisorientierter Unterricht und Kontakte zu Unternehmen sind für mich wesentliche Elemente einer kaufmännischen Ausbildung.

Ich kann sagen, dass ich vieles von der weiten Welt, von der ich einst geträumt habe, gesehen habe. Allerdings kann ich auch das, was meine Oma schon immer sagte, bestätigen: „Zu Hause ist es am schönsten.“

Daher entschloss ich mich gemeinsam mit meiner Familie einen neuen Traum zu leben, und zwar jenen, nach Jahren im Ausland wieder nach Hause zurückzukehren. Seit 2019 bin ich wieder in Österreich und genieße unsere schöne Heimat.

Ich freue mich sehr, nun an der HAK Althofen zu unterrichten und möchte mich bei Herrn Dir. Scherzer und dem gesamten Kollegium für die herzliche Aufnahme bedanken.

Dr. Birgit Oberer