Exkursionsbericht – Unsere Patenfirma Kärntner Fleisch

Am 9. Mai 2022 durfte unsere Klasse, die 1C, gemeinsam mit unserem Klassenvorstand Herrn Professor Wolte zwei Standorte unserer Patenfirma Kärntner Fleisch besuchen, um uns einen Einblick in die Herstellung und Verarbeitung von zahlreichen Lebensmitteln, die regional in Kärnten hergestellt werden, zu verschaffen.

Wir machten uns am frühen Nachmittag auf den Weg nach Klagenfurt zum neuen Zerlegebetrieb der Firma, wo wir herzlich von Herrn Dolzer und Herrn Pfleger empfangen wurden und passende Schutzkleidung zur Verfügung gestellt bekamen, um den Hygienevorschriften zu entsprechen. Nachdem wir unsere Hände und Schuhabdeckungen einige Male desinfizieren mussten, wurden wir erst zur Annahme der Schlachtkörper geführt. Dort erfuhren wir einiges über die Regionalität der Produkte und dass ausschließlich Nutztiere von Kärntner Landwirten eingekauft und vermarktet werden. Auch auf das Tierwohl wird bei Kärntner Fleisch großer Wert gelegt, so achtet man auf kurze und schonende Tiertransporte, um dem Tier großen Stress zu ersparen, denn dieser kann sich auch negativ auf die Fleischqualität auswirken. Anschließend ging es für uns zu einem Kühlraum und danach zur Veredelung und Verpackung vom Fleisch. In der Firma ist einiges mit Laufbändern verbunden und somit sehr automatisiert und es kann schnell gearbeitet werden. Auch die Bezeichnungen auf den Fleischetiketten, die man später im Supermarkt kaufen kann, wurden uns erklärt. Abnehmer unserer Patenfirma sind beispielsweise Bio Ja! Natürlich, Zurück Zum Ursprung oder Kalb Rosé Austria. Unsere Führung ging weiter zur Reifung von Speck und den Dry-Aged Beef Produkten, die nach einem gewissen Zeitplan, einer bestimmten Luftfeuchtigkeit und weiteren Faktoren in großer Menge gereift werden. Die kompletten Anlagen sind über ein Computerprogramm verbunden, sodass die Mitarbeiter jederzeit z.B. die Höhe der Luftfeuchtigkeit einsehen und kontrollieren können.

Durch die Kooperation von Kärntner Fleisch und KARNERTA durften wir auch kurz die Teigwarenproduktion, die sich im gleichen Gebäude wie die Zerlegung befindet, besichtigen. Vor allem in der Corona-Krise war die Teigwarenproduktion ein großes Standbein für unsere Patenfirma, da die Fleischproduktion stark von der Gastronomie abhängig ist und die Teigwaren zum größten Teil in den Einzelhandel gehen. Danach war die Führung für uns abgeschlossen, wir durften unsere Schutzkleidung ausziehen und wir wurden mit köstlichen Brötchen, belegt mit Produkten von Kärntner Fleisch, versorgt und uns wurden freundlicherweise auch Getränke zur Verfügung gestellt.

Um ca. 15:00 Uhr fuhren wir weiter zu einem weiteren Standort unserer Patenfirma nach St. Donat, wo wir auch herzlich von unseren Ansprechpartnern Herrn Weiss und Herrn Passler begrüßt wurden und interessante Informationen über den Handelsstall sowie die Tiertransporte erhielten. Uns wurde auch ein Einblick in den Stall ermöglicht, wo wir sehr schöne Rinder besichtigen durften.

Am Ende unserer Exkursion bedankten wir uns recht herzlich bei unserer Patenfirma für die tollen Einblicke in die Firma und auch die Geschenke, die uns großzügig zur Verfügung gestellt wurden.

Radioworkshop

Radio AGORA zählt zu den 14 Freien Radios in Österreich, die ohne Gewinnabsicht und werbefrei arbeiten und interessierten Personen die aktive Teilnahme an der Mediengesellschaft und Informationsverarbeitung ermöglichen und ist seit 1998 in Kärnten und auch in der Südsteiermark zu empfangen (Hauptfrequenz 105,5 MHz).


Das Programm ist ein-, zwei-, mehrsprachig (derzeit Spanisch, Englisch, Slowenisch, Deutsch und Bosnisch-Kroatisch-Serbisch) und wird von rund 50 ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestaltet. Für Schülerinnen und Schüler wird vom Sender ein eigener Radioworkshop angeboten. Radio AGORA vermittelt das Know-how, Schülerinnen und Schüler machen das Programm. Diese Gelegenheit ließen wir uns an der HAK Althofen im Schwerpunktgegenstand Kommunikationsmanagement und Marketing nicht entgehen, zumal der Radioworkshop den Lehrplan im Bereich Medien, Medienlandschaft und Medienkompetenz perfekt ergänzt.


Das Thema für die Sendung war schnell gefunden: „Wird man heuer nicht nur Corona positiv, sondern auch bei der Matura positiv?“


Im Workshop, der aus 4 Modulen zu je 4 Stunden bestand, lernten die Schülerinnen und Schüler zuhören, recherchieren, formulieren, sprechen, argumentieren, Positionen vertreten. Weiters lernten sie mit digitaler Technik am Computer zu arbeiten und entdeckten mit viel Spaß neue Funktionen wie Audioschnitt und Aufnahmetechnik. Sie wurden in medienrechtliche Grundlagen eingeführt, lernten journalistische Darstellungsformen und Gestaltungsmöglichkeiten wie Interview, Kommentar, Reportage, Feature usw. kennen und wurden in die Interviewtechnik eingeführt. Auch das Aufnehmen mit MP3-Geräten, Akustik oder eine kleine Mikrofonkunde sowie das Erstellen des Sendungsmanuskripts waren Inhalte des gemeinsamen Arbeitens. Wie sich das Sprechen und Moderieren vor dem Mikrofon anfühlt, konnten die Schülerinnen und Schüler Ende April erfahren, denn da waren wir vor Ort im Studio bei Radio AGORA in Klagenfurt.


Die erarbeitete Radioproduktion wurde am 10. Mai um 18 Uhr terrestrisch oder auch via Livestream ausgestrahlt. Dieser Termin bzw. diese Stunde Sendezeit steht wöchentlich dem Schülerinnen- und Schülerradio auf AGORA zur Verfügung. Wer die Ausstrahlung versäumt hat, kann die Sendung unter folgendem Link nachhören: https://cba.fro.at/557076


Das gesamte Redaktionsteam der 4AD der HAK Althofen möchte sich ganz herzlich bei Frau MMag.a Vianey Cobián bedanken, die uns die letzten Wochen so fachkundig durch diesen Workshop begleitet hat. Wir alle sind stolz auf diese großartige Produktion und es hat großen Spaß gemacht, einmal gelernte Theorie in die Praxis umzusetzen.


Mag. Margot Gursch

Der Countdown läuft….

Am 15.5.2022 starten 16 Schülerinnen und Schüler des 3. u. 4. Jahrganges der Industrie-HAK ihr großes Abenteuer. Es geht nach Irland, aber nicht nur um die englische Sprache zu perfektionieren und irische Sehenswürdigkeiten kennenzulernen, sondern vor allem, um vor Ort in Unternehmen mitzuarbeiten. Diese Praktika wurden über das Programm Erasmus+ ermöglicht.  Obwohl eine Entschädigung für die Kosten von Erasmus+ übernommen wird, müssen die Schülerinnen und Schüler doch noch einiges selbst finanzieren. Jetzt kommen wieder unsere Patenfirmen ins Spiel. Sie unterstützen die Klassen für dieses Abenteuer großzügig.

Am 3.5.2022 war es so weit. Flex-Geschäftsführer Mag. (FH) Martin Reiner, GM Assitant Jasmin Pucher, BA MSc und die Vertreterin des Unternehmens Springer Maschinenfabrik HR Assistant Anita Lassnig, BA MA überreichten in der Schule stellvertretend für alle unterstützenden Betriebe den Schülerinnen und Schülern einen Scheck als Finanzierungsbeitrag. Weiters wurde am 9.5.2022 vor Ort im Unternehmen Fundermax von Personalchefin Mag. Martina Simma einer Schülerdelegation ebenfalls ein Sponsorbeitrag für die Reise  übergeben. Im Namen aller betroffenen Schülerinnen und Schüler möchten wir allen unterstützenden Patenfirmen, Flex, Springer Maschinenfabrik, Treibacher Industrie AG, Fundermax und Humanomed IT, nochmals ein herzliches Dankeschön aussprechen und uns für die insgesamt gute Zusammenarbeit bedanken.

Allen „Weltenbummlern“ einen spannenden Aufenthalt in Irland – dass ihr tolle und interessante Erfahrungen sammeln könnt! „Haltet die Ohren steif!!“ ;))

Mag. Uta Palle

Mag. Margot Gursch

Mag. Stella Winkler

Matura – was nun??

Im Rahmen des Business-Behavior Unterrichts hatten die Schülerinnen und Schüler der 4. Jahrgänge am Montag, den 25.4.2022, die Möglichkeit, sich beim Vortrag von Herrn Ing. René Wallner BSc (Leiter der Lehrlingsausbildung) ein Bild über den Einstieg in das Berufsleben – nach erledigter Matura – im Unternehmen Flex zu machen.

Herr Wallner stellte die grundsätzlichen Varianten, die das Unternehmen Flex HAK-Maturant/innen bietet, vor. Weiters erfuhren die Schüler/innen von Herrn Fabian Sortschan, wie es so ist, nach der Matura eine Lehre bei Flex zu absolvieren und welche Voraussetzungen man dafür mitbringen sollte. Auch Frau Laura Köstlinger, die eine Lehre im kaufmännischen Bereich im Unternehmen Flex abgeschlossen hat, stellte ihren Werdegang vor und wies auf wichtige Eigenschaften und Einstellungen hin, die man mit ins Berufsleben bringen sollte.

Danke an alle Beteiligten für die interessante Vorstellung.

Mag. Uta Palle

Bewerbungen – Was steht zwischen den Zeilen? Was ist mein Personal Branding?

Um das Betriebswirtschaftsthema „Personalmanagement“ abzurunden, bekam die 3A am 22.4.2022 Besuch von Vertretern ihrer Patenfirma, der Kärntner Sparkasse. 

Herr Kevin Schabernig von der Filiale Althofen sowie Frau Jasmina Huskic aus der Personalentwicklungsabteilung in Klagenfurt stellten zunächst kurz Geschichte, Gründungsprinzip sowie gängige Werte der Sparkassen vor. Dass die Werte nicht nur am Papier stehen, sondern auch gelebt werden, wurde u.a. anhand der „Zweiten Kärntner Sparkasse“ veranschaulicht, die für Menschen da ist, welche in Not geraten und von finanzieller und sozialer Ausgrenzung betroffen sind. 

Danach ging es zum Kern des Vortrags bzw. Workshops, dem Personalbereich, wobei speziell auf den Recruitingprozess mit Bewerbungsscreening und Auswahlverfahren eingegangen wurde. 

Unter Bezugnahme auf aktuelle Stellenausschreibungen wurden konkrete Anforderungsprofile mit der Bedeutung von „wünschenswerten“ Eigenschaften untersucht sowie Tipps für die Bewerbungen gegeben. Wichtig ist hierbei auch, was zwischen den Zeilen steht…

Bezüglich Personal Branding wurde die Frage aufgeworfen – wie gut kenne ich mich selbst? Was macht mich besonders? Den Schüler/innen machte es viel Spaß, in einer assessmentcenter-tauglichen Gruppenübung einen Lebenslaufchart mit Value Proposition Statement zu erstellen und diesen im Rahmen eines Pitchs zu präsentieren. Bei der Nachbesprechung wurde darauf hingewiesen, welche kommunikativen und sozialen Fähigkeiten erkennbar waren und wie wichtig auch das Beobachten und Reflektieren ist.

Letztendlich wurde auf das Jobprofil des Kundenbetreuers eingegangen und offene Fragen geklärt.

Wir bedanken uns für den zweistündigen praxisgerechten und kurzweiligen Einblick in den Recruitingprozess der Kärntner Sparkasse, welcher sicher eine gute Vorbereitung für zukünftige Bewerbungsverfahren darstellt.

Mag. Evelin Leitgeb

Die 1C gibt Einblick in den NAWI-Unterricht

In diesem Video zeigen die Schüler/innen der Agrar-HAK-Klasse 1C, wie vielfältig ihre Aktivitäten im naturwissenschaftlichen Unterricht sind. So standen bei Frau Prof. Heike Pfalz etwa Mikroskopie, Blutgruppentest, Zitronenbatterie und Archimedes am Programm.

Endlich wieder gemeinsam auf die Skipiste

Elegante Schwünge in den Schnee ziehen, Steinböcke beobachten und Schneeschuhwandern, schwimmen sowie diverse Hallensportarten – das vielseitige Programm sorgte dafür, dass die Schüler/innen der 2A und 2E sportlich voll auf ihre Kosten kamen. Alle zeigten sich beim Skikurs in Heiligenblut Ende März besonders motiviert, da es sich um die erste mehrtägige Exkursion seit Pandemie-Beginn handelte. Darum genossen die Jugendlichen auch gemeinsame Spieleabende sehr, bei denen die Klassengemeinschaft gestärkt und der Stress des Schulalltages vergessen wurde.

Durch eine informative Führung im Haus der Steinböcke kam die Bildung nicht zu kurz. Diese abwechslungsreiche Wintersportwoche mit dem besonderen Ambiente in Heiligenblut wurde für alle zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Mag. Carina Stiegler

Exkursion der 3. Klassen nach Linz

Vom 28.03.2022 bis 30.03.2022 besuchten die 3. Klassen der HAK Althofen in Begleitung der Klassenvorstände die Stadt Linz. 

Am ersten Tag fuhren wir um 7:45 Uhr in Althofen weg und besuchten den Hangar 7 in Salzburg. Im Hangar 7 konnten wir Flugzeuge und Autos von „Red Bull“ besichtigen und danach ging die Reise weiter nach Linz. Nachdem wir in Linz angekommen waren, begaben wir uns mit einer Führerin in den Limonistollen, der der einzig begehbare Stollen in Linz ist. Dieser wurde im 2. Weltkrieg als Luftschutzbunker erbaut.

Am zweiten Tag ging es gegen 10:00 Uhr zur Tabakfabrik. Die ehemalige Tabakfabrik, die von der Stadt Linz aufgekauft wurde, dient jetzt als Innovations- und Entwicklungszentrum für junge Unternehmen in Form der Strada del Startup. In Verbindung damit werden für diese Unternehmen, aber auch für Außenstehende gegen einen geringen Beitrag Hightech-Geräte in der „Grand Garage“ zur Verfügung gestellt.  Am Nachmittag ging es weiter zur Voestalpine AG. Nach einer ausführlichen Führung und Erklärung der Stahlproduktion ging es mit einem Bus durch das gesamte Werk in Linz. Hier bekamen wir einen guten Einblick in die Produktion und die Ausmaße des gesamten Werkes.

Am letzten Tag besuchten wir den Biogroßhandel Achleitner. Hier bekamen wir eine Vorstellung davon, wie sich ein kleiner landwirtschaftlicher Betrieb zu einem Großhandel und in Verbindung damit zu einem Bio-Pionier entwickeln kann. Dieser Betrieb hat sich auf Bioprodukte spezialisiert, welche vor Ort im Geschäft oder Restaurant angeboten werden, die aber auch in Form von Biokisten zum Konsumenten geliefert werden. Nach dem Mittagessen am Biohof Achleitner ging es weiter zur Grünen Erde-Welt, dort bekamen wir einen Einblick, wie man am besten umweltfreundlich und nachhaltig leben kann. Wir wurden über die nachhaltige Produktion von Möbeln, Polstern und Matratzen mit naturnahen Rohstoffen informiert. Nach dem Besuch der Grünen Erde-Welt fuhren wir in Richtung Althofen und kamen dort um 17:30 an. 

Michael Dreier, Matthias Buchacher, Florian Krametter (3C)

Erasmus–Konsortiumprojekt der Bildungsdirektion Kärnten

Die Bildungsreise der Lehrer*innengruppe (Projektleitung Günther Prommer) zum Thema ERASMUS+ mit dem Ziel Brüssel von 10. bis 14. April 2022 bot ein intensives Kennenlernen der EU-Institutionen und Organe:

Sonntag, 10. April 2022

Bereits um 5:30 Uhr begann die Reise von Kärnten aus zum Flughafen Wien – Schwechat. Die weitere Anreise mit Flugzeug und Bus erfolgte trotz pandemiebedingter Einschränkungen problemlos. Zu Mittag erfolgte bereits der Check-in im Hotel Thon inmitten von Brüssel.

Der anschließende Erkundungsspaziergang durch das Zentrum der Hauptstadt Brüssel war geprägt von beeindruckenden Impressionen und bereits von weitem war das Hauptziel unserer Reise, der „Stadtteil Europa“ mit seinen imposanten Bauten, zu sehen.

Montag, 11. April 2022

Mit dem Besuch der Europäischen Kommission in der Rue de la Loi 170 wurden wir von Mrs. Canga-Perez in die Rolle der Europäischen Kommission eingeführt. Themen wie deren Aufgaben, deren Zusammensetzung, aber auch deren wichtigste Funktion, das Vorschlagsrecht für Gesetze, wurden uns nähergebracht.

Nur einige Hausnummern entfernt, in der Rue de la Loi 175, wurden uns im Anschluss die Agenden des Europäischen Rates, dem Organ, das politische Ziele vorgibt und Prioritäten in der EU festlegt, durch Herrn Andreas Kernstock erklärt.

Nach einer kurzen Pause stand für diesen ersten umfangreichen Informationstag noch der Besuch der Ständigen Vertretung Österreichs in der Avenue de Cortenbergh 30 auf dem Programm. Durch Frau Antonia Kühnel und Frau Agnes Koreska wurden uns die Schnittstellen zu der Europäischen Kommission, untermauert durch zahlreiche Fragen von unseren äußerst interessierten Kolleg*innen, aufgezeigt.
Im zweiten Teil wurden uns durch einen Oberst des Generalstabes des Bundesheeres die Auslandseinsätze und deren Bedeutung für diverse Friedensmissionen des österreichischen Bundesheeres nähergebracht.  

Das Abendprogramm war jedem selbst überlassen, die meisten nahmen allerdings nur noch kulinarische Genüsse wahr, um sich nach einem informativen und anstrengenden Tag in Morpheus Arme fallen zu lassen.

Dienstag, 12. April 2022

Empfangen wurden wir im Verbindungsbüro des Landes Kärnten in der Rue de Commerce 49 durch Herrn Stefan Gottfried. Herr Mag. Thomas Wimmesberger, berichtete uns über den Aufbau des Verbindungsbüros und über die Agenden der gesamten österreichischen Interessensvertretungen bei der EU-Kommission und beim Ausschuss der Regionen (329 Personen mit ausschließlich beratender Funktion).
Spezielle Förderprogramme (wie € 100,– pro Schüler*in durch das Bundesland Kärnten sowie die Möglichkeit für Schüler*innen, von zu Hause aus an einer 90‑minütigen virtuellen Brüsselreise teilzunehmen) wurden neben ERASMUS+ 2021 – 2027 vorgestellt.

Im Expertengespräch zwischen Dr. Stefan Zotti (Europäische Kommision) und Mag. Florian Pecenka (Bildungsattachè des BMBWF) wurden uns die Quintessenzen von Bildung, Wissenschaft und Forschung dargelegt.

Als Budgetrahmen wurden für ERASMUS+ 2021 – 2027 € 28,4 Milliarden veranschlagt. Davon werden 70 % für Mobilitäten und 30 % für Projekte verwendet.

Auch die Förderung der Lehrer*innen im ERASMUS-Programm „Unterricht für Europabildung“ wurde vorgestellt.

Bei einer abschließenden Diskussionsrunde wurde erörtert, welche Probleme für Lehrer*innen und Schüler*innen in Zusammenhang mit diesen Förderprogrammen immer wieder auftreten. Kritisch wurde von unseren Kolleg*innen festgehalten, dass Planung und Durchführung von Schülerreisen vielfach mit finanziellen und organisatorischen Nachteilen verbunden sind und enormes Engagement erfordern.

Am Nachmittag stand der Besuch des Parlamentariums auf dem Programm. Mittels Audioguides konnte man sich diesmal einen audiovisuellen Überblick vom Grundgedanken der EU bis zu ihrem heutigen, aktuellen Stand verschaffen.
Im Anschluss daran folgte ein Besuch im Hause der europäischen Geschichte. Wieder mittels multimedialer Unterstützung wird auf sechs Etagen epochenweise die Geschichte Europas, von der Antike bis in die Gegenwart, eindrucksvoll präsentiert.

Als Abendprogramm stand das typische Brüssler Lokal „Volle Gas“ auf unserem Plan.

Mittwoch, 13. April 2022

Einen sehr aufschlussreichen Abschluss aller Institutionen des Europäischen Parlaments (705 Parlamentarier aus 27 Mitgliedsstaaten) bot uns Herr Axel Heyer in der Rue Wiertz 60, indem er uns an einer Parlamentssitzung zum Thema „Designing Europe Seminar“ Master in Management, einem Workshop von jungen Student*innen, teilnehmen ließ.

Die umfangreiche, komplexe und herausfordernde Arbeit des Übersetzungssystems (24 Sprachen werden von 72 Dolmetscher*innen und einer Gebärdendolmetscherin bei jeder Parlamentssitzung simultan übersetzt) war ein Hauptthema in seinem anschließenden Vortrag.  

Für darüber hinaus Interessierte gab es am Mittwoch auch noch die Möglichkeit des Besuches der Ausstellung „Experience Europe“ in der Rue Archimède 1, deren Sinn das spielerische Näherbringen der EU für Kinder ist.

Auch dieser Abend wurde mit dem Genuss von Köstlichkeiten aus der belgischen Region beendet.  

Donnerstag, 14. April 2022

Rückreise von Brüssel nach Kärnten, diesmal in der Reihenfolge: Zug, Flug, Bus.

Resümee aller teilnehmenden Lehrer*rinnen: Alle Schüler*innen sollte im Laufe der Schulzeit mindestens einmal die Institutionen der Europäischen Union in Brüssel bzw. Straßburg besucht haben, um die Komplexität und die enorme Bedeutung dieser Organisationen zu erahnen.

Alle Teilnehmer*innen danken der Bildungsdirektion für das Ermöglichen der Bildungsreise!

Mag.a Maria Hasslauer (HLW St. Veit) und Mag.a Stella Winkler (HAK Althofen)

Controlling: Ein völlig neuer Blickwinkel

Controlling hat uns vor allem eines gezeigt: Wie komplex ein Unternehmen ist, wie viele Faktoren darauf einwirken und wie man trotz dieser Komplexität ein Unternehmen sicher steuern kann. Denn ein Controller ist vor allem eins: ein Steuermann, der in die Zukunft schaut, um das Management und seine Entscheidungen bestmöglich zu unterstützen.

In den drei Jahren des Wahlpflichtfaches „Controlling“ taucht man tiefer ein in die Denkweise eines Unternehmers, lernt die Strukturen innerhalb einer Firma kennen und zu verstehen und beginnt vernetzend und ganzheitlich zu denken. Unter Anwendung der strategischen und operativen Werkzeuge trifft man aussagekräftige Antworten auf tiefgreifende betriebswirtschaftliche Fragen.

Mit der Wahl einer Firma als Referenz in den ersten Wochen können wir praxisorientiert arbeiten und das Gelernte selbständig anwenden. Abschließend kann man sein Wissen und Können mit dem Schreiben der Diplomarbeit in Zusammenarbeit mit Kooperationsfirmen beweisen.

Für mich ist Controlling vor allem eins: ein völlig neuer Blickwinkel auf Unternehmen und eine vertiefende Spezialisierung in meiner betriebswirtschaftlichen Ausbildung.

Helena Autischer, 5C