COOL (Abkürzung für K(C)ooperatives, offenes Lernen) ist eine Unterrichtsform, die in manchen Gegenständen (z.B. Businesstraining und Projektmanagement) bereits seit Jahren angewendet und fallweise auch im „normalen“ Unterricht eingesetzt wird.

Neu ist, dass der Unterricht in freie Arbeitsphasen (3 Stunden pro Woche) und in herkömmlichen Unterricht aufgeteilt ist. LehrerInnen aus dem Klassenlehrerteam halten jeweils eine ihrer Stunden als COOL-Stunde und vergeben schriftliche Arbeitsaufträge. Die SchülerInnen erhalten also immer 3 Arbeitsaufträge, die sie in Einzel-, Partner- oder Gruppenarbeit erarbeiten sollen. Die SchülerInnen können dabei frei entscheiden, in welcher COOL-Stunde sie welchen Auftrag erledigen wollen. Sehr geübte Schüler dürfen sich auch den COOL-Ort, also den Ort wo sie ihren Arbeitsauftrag erledigen, selbst aussuchen. Sie lernen also Arbeit selbständig – auch über längere Zeiträume – einzuteilen.

Die Leistungen innerhalb der COOL-Stunden fließen als Mitarbeitsnote in die Beurteilung ein.

Vorteile:

  • Differenziertes Eingehen auf einzelne – besonders schwache oder besonders begabte SchülerInnen – wird dadurch möglich.
  • Die SchülerInnen arbeiten selbständig und eigenverantwortlich (learning by doing).

Neben fachlicher Leistung liegt ein Hauptziel dieser Unterrichtsform in der Entwicklung der – von der Wirtschaft immer stärker geforderten – dynamischen Fähigkeiten wie Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Teamfähigkeit.

Durch die laufend notwendige Abstimmung der Arbeiten und Arbeitsfortschritte erwerben die SchülerInnen auch eine erhöhte soziale Kompetenz im Sinn von höflicherem Umgang miteinander, hohe Konfliktfähigkeit und Prozessorientierung.

Untersuchungen an Schulen, in denen COOL bereits seit einigen Jahren unterrichtet wird, haben neben der Steigerung eben dieser Fähigkeiten auch eine gesteigerte Schulzufriedenheit und höhere Motivation gezeigt