Exkursion ins Schloss Lind

Am Montag, den 27. Mai 2019, besuchten die 4. Klassen der Handelsakademie Althofen “Schloss Lind: das ANDERE heimatmuseum” in Neumarkt in der Steiermark.

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Schloss Lind ist ein Museum der besonderen Art. Zum Unterrichtsthema passend erhielten wir viele Information über die Zeit des Nationalsozialismus. So erfuhren wir, dass Schloss Lind eine Außenstelle des KZ Mauthausen war und dort Häftlinge sowie russische Zwangsarbeiter untergebracht wurden.

 

Gegründet wurde diese Gedenkstätte, sowie sie heute besteht, im Jahr 1996 vom bereits verstorbenen Künstler Aramis und sie beschäftigt sich in Form von assoziativen Installationen mit diesem geschichtlichen Thema. Die jetzigen Bewohner Britta Sievers und Andreas Staudinger erzählten uns viel über die damalige Schreckenszeit, etwa über den Alltag, der in dieser Zeit in Schloss Lind Standard war. Der Alltag konnte sehr detailliert geschildert werden, da vor langer Zeit ein Häftling zurück nach Neumarkt kam und seine Geschichte erzählte. Weiters sind auch Briefe aus der Zeit erhalten.

 

Wir durften all jene Räume im Schloss besichtigen, in denen Geschichtliches ausgestellt wird, und Britta Sievers und Andreas Staudinger standen uns bei Fragen oder Unklarheiten mit Informationen zur Seite. In jedem Raum waren Steher, auf denen ein Gegenstand mit Beschreibung und Erklärung des Bezugs zur Geschichte des Schlosses befestigt war. Vom Keller bis hinauf in den Dachboden waren diese 26 Steher alphabetisch aufgereiht.

Am Dachboden hingen sehr viele alte Zeitungsartikel sowie Gegenstände aus dem Alltag der Häftlinge und Zwangsarbeiter, die sie z.B. zum Arbeiten benötigten. Wir sahen sogar einen Ariernachweis, den die Menschen in der NS-Zeit mitführen mussten, ohne diesen Nachweis war man damals „verloren“.

 

In verschiedenen Räumen gab es Ausstellungsstücke von mehreren Künstlern , wobei sie durch die Geschichten, das Leben in dieser Zeit oder durch das Schloss Lind inspiriert wurden. Ein Ausstellungsstück war ein Papier, auf das handschriftlich etliche Male „Arbeit macht frei“ draufgeschrieben wurde oder auch ein aus Zeitungspapier handgewebter Teppich.

 

Schlussendlich lernten wir an diesem Nachmittag sehr viel Interessantes über die Geschichte und auch Tatsachen erfahren, die bisher noch nicht jeder wusste bzw. die noch nicht jedem klar waren. Die Erinnerungsstücke von damals und auch die Geschichten machten einigen SchülerInnen bewusst, auf welche Arten auch Menschen in ihrem Heimatort vom Nationalsozialismus betroffen waren.

 

Julia Jäger, 4C

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